Archiv des Monats Oktober 2011

Alice in Zukunft ohne Alice

(c)Telefónica

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Irgendwie konnte man schon damit rechnen, Telefónica kauft Alice auf und früher oder später verschwindet dann auch Vanessa Hessler, immerhin seit 2004 das Gesicht zum DSL-Produkt Alice. Besonders nachdem es ja schon 2010 bei der Übernahme von Hansenet von Seiten Telefónica hieß, dass der Markenname Alice mittelfristig verschwinden soll und DSL bald nur noch über die Marke O2 verkauft wird. Nun, aktuell gibt es zwar noch Alice bei O2, aber Vanessa Hessler ist man heute sehr leicht losgeworden.
Okay, die 23jährige Vanessa Hessler hat in den letzten Tagen im italienischen Boulevardmagazin “Diva e Donna” auch eindeutig bewiesen: Liebe macht blind. Böse Zungen würden sogar blöd sagen. Dass sie ca. 4 Jahre mit Mutassim Gaddafi zusammen war, nun ja, das ist ihre Privatsache, aber zeigt schon eine gewisse Abneigung gegen Allgemeinwissen. Dass sie dann um eben diesen Mann trauert, ja, kann man verstehen – wie gesagt, Liebe macht blöd. Aber Äußerungen wie “Er und seine Familie sind nicht so, wie sie dargestellt werden, sie sind normale Leute” oder auch “Die Leute (die Rebellen gegen Gaddafi, Anm. von mir) wissen nicht, was sie tun” und “Mir kam das Volk weder besonders arm noch besonders fanatisch vor. Man muss nicht alles glauben, was erzählt wird. Aber ich will nicht mehr davon sprechen, es tut mir zu weh” sind schon ein Zeichen von selten wenig Erkenntnis. Dabei geht es ja noch nicht mal um die Erkenntnis von Vanessa Hessler, was die Familie Gaddafi in Lybien wirklich so alles angerichtet hat, sondern eigentlich, in ihrem Fall, viel mehr um die Erkenntnis, wann man die Klappe zu halten hat. Es wird schon seinen Grund gehabt haben, warum Alice, respektive Vanessa Hessler, in den Werbespots sich zwar räkeln und rumwirbeln durfte – aber immer schön die Klappe gehalten hat.
Für Telefónica ist es irgendwie die beste aller Lösungen. Man ist Vanessa Hessler los und kann sich selber auch noch als politisch korrekt darstellen. Dass diese ganze Geschichte zu den eigenen Plänen wunderbar passt, nun, das muss dann ja nicht erwähnt werden. Schließlich ist Telefónica schlauer als das Model, hier weiß man, wann man die Klappe zu halten hat.
Und ich? Nun, ich bin einfach nur gespannt, wann der Werbebanner nicht mehr Vanessa Hessler zeigt und wann der Markenname Alice weg ist. Wobei mir Alice Cooper schon immer lieber war, aber das wäre wieder ein ganz anderes Thema…

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31. Oktober 2011 von Andreas
Kategorien: Allgemein, internet, politik, Sarkasmus | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

Montags-Musi: Bonnie Tyler – Holding Out For A Hero

Irgendwie ist es schon beklemmend, sich die aktuellen Trailer von Footloose anzusehen. Der Film war damals schon nicht unbedingt eine cineastische Perle, aber er hatte so ziemlich den besten Soundtrack aller ähnlich gelagerten Filme. Neben “Footloose” von Kenny Loggins und “Let’s Hear It For The Boy”, interpretiert von Deniece Williams, schaffte es auch der komplette Soundtrack “Footloose” auf Platz 1 in Amerika. Mir persönlich gefiel seinerzeit auch “The Girl Gets Around” ganz besonders, gesungen von Sammy Hagar, der dann ein paar Jahre später der Lead Sänger bei Van Halen wurde und einige Welterfolge feiern durfte, und eben “Holding Out For A Hero” von Bonnie Tyler.

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31. Oktober 2011 von Andreas
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Slide to Unlock von Apple erfunden? Aber patentiert!

Heute habe ich gelesen, dass Apple das Patent für „Slide to Unlock“ erhalten hat. Die Patentbehörde der U.S.A., die für ihre teilweise nicht nachvollziehbaren Entscheidungen nicht unbekannt ist, hat Apple die Technik zugesprochen, die so umschrieben wird: „Ein Gerät mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm kann mittels Gesten entsperrt werden, die auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm ausgeführt werden. Das Gerät wird entsperrt, wenn der Kontakt mit dem Bildschirm mit einer vordefinierten Geste übereinstimmt.“ Wobei diese Geste auch ein fest vorgegebener Pfad wie z. B. 3 Punkte nacheinander auf einer 3 mal 3 Matrix treffen oder einfach nur einen bestimmten Punkt auf dem Touchscreen treffen und länger drücken sein kann.
Im Prinzip betrifft es also jedes Touchscreen Handy und liefert Apple weitere Munition für gerichtliche Verfahren gegen Samsung, HTC und Co. Und wenn man an den von Steve Jobs ausgerufenen „thermonuklearen Krieg gegen Android“ denkt, könnte es jetzt, mit dem „Slide to Unlock“ Patent in der Hand, noch schmutziger werden.
Apple wird argumentieren, dass dieses Patent ja auch schon 2005 eingereicht wurde, also schon weit bevor das erste IPhone überhaupt auf den Markt kam und nicht erst jetzt während der andauernden gerichtlichen Auseinandersetzungen.
Müssen Samsung, HTC und all die anderen Handyhersteller jetzt wirklich bangen? Wenn sie vernünftig sind, eigentlich nicht. Denn schon das Neonode N1m aus dem Jahr 2004, hergestellt von der schwedischen Firma Neonode, die es schon seit 2001 gibt, hatte genau so eine Funktion. In dem Video eines amerikanischen Blogs von damals ist dies ab etwa der 4ten Minute sehr schön erklärt.

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26. Oktober 2011 von Andreas
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Amazon verärgert Aktionäre – wirklich?

By James Duncan Davidson aus Portland, USA (Flickr) CC-BY-2.0 (www.creativecommons.org/ licenses/by/2.0) or CC-BY-2.0 (www.creativecommons.org/ licenses/by/2.0), via Wikimedia Commons

Die Amazon-Aktie hat heute im normalen Handel 4 Prozent verloren. Im nachbörslichen Handel sank der Kurs noch mal um 14 Prozent. Was war passiert? Ist Jeff Bezos, Konzernchef und Gründer von Amazon, etwa gestorben? Nein, ganz im Gegenteil. Amazon will wachsen. Unbedingt. Und wie jeder kleine Kaufmann weiß: Will ich wachsen, muss ich Geld investieren. Jeff Bezos will stark wachsen – also muss auch sehr, sehr viel Geld investiert werden.

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26. Oktober 2011 von Andreas
Kategorien: Einkaufen, internet | Schlagwörter: , | Schreibe einen Kommentar

Montags-Musi: Van Canto – Primo Victoria

Heute mal wieder ein bisschen Heavy Metal – ohne Gitarren, Bass oder Synth. Einfach nur Stimmen und ein Schlagzeug. Nicht umsonst ist das aktuelle Album Break the Silence dieser außergewöhnlichen Gruppe Van Canto in den Top 25 der deutschen Alben-Charts.

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24. Oktober 2011 von Andreas
Kategorien: Musik | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

Kompetenzzentrum Elektrofahrzeuge von BMW entsteht in Leipzig

Eigentlich bin ich ja Franke, okay, einer, der an der Ostsee geboren wurde, aber im Herzen wirklich Franke. Sie können meine Freundin fragen. Wir leben zwar in Leipzig, aber so viele Meldungen über meine neue Heimat hab ich hier noch nicht veröffentlicht. Heute ist das mal anders – warum? Weil es meiner Meinung nach eine echte Meldung ist. Eine Meldung, die mich global gesehen sogar ein bisschen glücklich macht. Vielleicht auch, weil es keine reine Leipziger Meldung ist, sondern auch irgendwie eine aus meiner alten Heimat Bayern. Und zwar geht es um BMW und das in Leipzig entstehende „Kompetenzzentrum Elektrofahrzeuge“. Warum gerade heute? Nun, heute ist Richtfest. Es geht also zügig voran mit dem 400 Millionen Euro Projekt. Die neuen umweltfreundlichen i3 und i8 werden zwar nicht in Leipzig entwickelt, das passiert weiterhin im Münchner Technologiezentrum – aber Werksleiter Manfred Erlacher betont: „Doch die Industrialisierung der neuen, bahnbrechenden Technik wird hier in Leipzig stattfinden.“.
Und in Leipzig werden nicht nur einfach 4 neue Werkshallen für die Investitionssumme von 400 Millionen hingestellt. Nein, durch eine besonders hohe Wärmedämmung und Energierückgewinnung aus der Raumluft sollen die Energiekosten für die neuen Werksgebäude um circa 50 Prozent sinken. Das ist nicht nur für die Umwelt gut, das spart auch direkt bei BMW Kosten.
Etwa 800 neue Mitarbeiter sucht BMW in Leipzig, von denen etwa 200 Spezialisten sein müssen. Auch hier hat Erlacher für BMW positive Zahlen zu vermelden, denn es hätte mehr als 60 Bewerbungen pro Stelle gegeben. Wobei 800 weitere Arbeitsplätze nicht nur für BMW, sondern auch für die Region Leipzig natürlich absolut toll sind.
Und die Entstehung des „Kompetenzzentrum Elektrofahrzeuge“ von BMW zieht noch mehr positive Kreise für Leipzig. Nicht nur für schon vorhandene, kleinere Zulieferer gibt es damit wohl auch in Zukunft volle Auftragsbücher und sichere Arbeitsplätze, sondern es ist auch sehr gut möglich, dass ein Joint Venture von Bosch und Samsung, SB LiMotive,  sich im Norden Leipzigs ansiedelt. Schließlich beliefert SB LiMotive ab 2013 BMW mit den erforderlichen Batteriesätzen. Zwar kommen die Einzelteile zuerst aus Fernost, aber SB LiMotive sucht in Europa einen Standort für die Endproduktion. Und was wäre da näherliegender als die direkte Nachbarschaft zu ihrem größten Kunden? Die Entscheidung soll „in Kürze“ fallen – ich hoffe auch in diesem Fall auf eine positive Entscheidung für Leipzig. Schön wär’s auf jeden Fall.

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24. Oktober 2011 von Andreas
Kategorien: politik, umwelt | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

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