Gedanken zu Guttenberg

Generalmajor Hans-Werner Fritz, Kommandeur der ISAF-Truppen in Nord-Afghanistan, in einem Interview vom 23.02.2011 im Deutschlandfunk: Wissen Sie, wir haben hier in Afghanistan ganz andere Sorgen. Aber ich möchte Ihnen eines sagen: Der Minister ist allein in der Zeit, wo ich hier das Kommando geführt habe, fünfmal da gewesen. Ich habe ihn jedes Mal erlebt. Seine erste Frage an uns und an alle Soldaten ist, was braucht ihr, was kann ich für euch machen, und er hat eine ganze Menge in dieser Hinsicht bewegt. Er kümmert sich um die Soldaten, er spricht mit den Soldaten und ich glaube, wir wissen sehr gut, was wir an unserem Minister haben, und wir stehen hinter ihm.

Wenn die SPD/Grünen nicht gar so offensichtlich seit Längerem versuchen würden, und hier natürlich ganz besonders, Guttenberg, der zweifelsohne in der Bevölkerung sehr beliebt ist, zu „stürzen“, wäre es in diesem Fall vielleicht sogar gelungen. Aber so, denke ich, hat Stephan Grünewald wahrscheinlich mit der Aussage „Der menschliche Makel könnte Guttenbergs Sympathiewerte sogar noch erhöhen“ sogar Recht. Auch hetzerisch klingende Aussagen von Trittin, Gysi und Co. dürften so Guttenberg sogar eher stützen.

Dass dieses ganze Brimborium von wirklich wichtigen Sachen zusätzlich ablenkt, kann der Regierungskoalition eigentlich sogar nur Recht sein. Sowohl in der Außenwirkung (vieles kommt dadurch bei der Bevölkerung irgendwie erst gar nicht an) als natürlich auch intern (Die ehemaligen Dauerstreithähne rücken enger zusammen und treten geschlossen nach Außen hin auf – was insgesamt in der Bevölkerung eher als positiv gewertet werden dürfte.)

Insofern schießt sich die aktuelle Oppostion so eher mal wieder selber in den Fuß und wundert sich dann, warum sie hinken…

23. Februar 2011 von Andreas
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