Es lebe Softwareload!

Und ja, das ist ironisch gemeint. Aber fangen wir mal von vorne an: Meinereiner ist ja ein Selbständiger welcher. Und als solcher benötigt man ja auch eine Bürosoftware, der ich verwendet dafür sehr gerne “Mein Büro” von Buhl/WISO. Warum? a) Weil ich es schon seit mehreren Jahren verwende, und b) weil es recht einfach in der Bedienung ist und trotzdem ‘nen guten Funktionsumfang hat. Aber das gehört jetzt eigentlich gar nicht hier her, wer Fragen hat, kann sie ja unten stellen…

Also zurück zu Softwareload. Und meiner Software – die gab es superdupermegagünstig (49 Euronen statt ~90 € wie woanders), und da ich Webseiten z.T. bei Strato gehostet hab, befinde ich mich zusätzlich auch noch im Besitz eines 15% Gutscheins für Softwareload. Und mit dem Gutschein kostet der ganze Spass grad mal noch 41,65 €. Superdupermegagünstig halt. Ich freute mich zu dem Zeitpunkt noch so richtig.

Dann gings ans Bezahlen. Klar, in dem Moment freut man sich dann schon nicht mehr so – aber wenn Softwareload meinen Gutschein akzeptiert, ist der Preis ja wirklich okay und gerechtfertigt. So, welche Bezahlmethode nehmen wir denn… Click&Buy… nee, ganz sicher nicht (wer nicht weiß warum, der darf mal googlen)… Paypal… hm, naja, eigentlich auch nicht unbedingt… ah… Onlineüberweisung… Super, das nehme ich. Oha, ist von T-Pay, noch ner Tochterfirma der Telekom, genauso wie Softwareload. Naja, egal, ich mag Telekom zwar nicht, aber bis jetzt bin ich ja von Softwareload noch richtig begeistert.

Also Onlineüberweisung via T-Pay. Meinereiner hat ein Konto mit optischem TAN-Generator, weils damit viel lustiger ist und man die TAN-Liste nicht verlegen kann… nur den kleinen Apparat… das also bei T-Pay ausgewählt… ja, der von Softwareload angezeigte Betrag über 41,65 € ist dank meines Gutscheins auch richtig… super.. also auf “weiter” klicken… na doll, kein optisches Feld für meinen TAN-Generator. Also alle Daten selber eingeben. Grrr. Kontonummer eingeben, Betrag… ja., alles richtig… okay, da ist auch schon meine TAN-Nummer… mist, die akzeptiert er nicht. Okay, hab ich mich wohl doch vertippt. Also nochmal von vorne. GRrr. Wieder alles eingeben… hey, warum nimmt er die schon wieder nicht? GRRRRR. Und noch einmal alles eingeben und TAN generieren lassen. Dabei frag ich mich, warum ich eigentlich ein optisches Gerät dafür hab, wenn ich doch alles tippen muss, naja, wenigstens muss ich nicht auch noch den Code vom Gutschein jedesmal bei Softwareload eingeben… So, da ist dann die dritte TAN-Nummer. Menno, klappt schon wieder nicht. GGGGRRRRR.

So, kein Bock mehr. Gutschein, Softwareload – alles supertoll, aber T-Pay kann mich mal. Zahl ich halt mit Paypal. Einloggen, bestätigen, fertig. DANKE!

So, noch Bestellbestätigung ausdrucken. Hui, was ist das für ein schönes Logo-Bild da oben? Magento Demoshop… soso, Softwareload ist also ein Demoshop… könnte die Probleme mit dem Bezahlen erklären… 3 Versuche direkt zu überweisen klappten nicht, 1 mal Paypal und ich bin meine Kohle los und kann “Mein Büro” runterladen. Hat ja am Ende doch noch super geklappt.

HALT. Jetzt nicht aufhören zu lesen, denn hier ist noch nicht Schluss, leider. Eigentlich müsste es ein großes LEIDER sein, denn wahrscheinlich gibts noch nen 2ten Teil. Aber jetzt erstmal hier weiter.

Am nächsten Tag hab ich eine Kontobewegung: -41.65 € von Softwareload. Nicht so genau hingeschaut, noch nix bei gedacht. Einen Tag später hab ich noch eine Kontobewegung. -41,65 € von Paypal für meinen Kauf bei der Telekom. Okay, letztere Zahlung ist richtig. Naja, ruf ich einfach mal schnell bei Softwareload an und frag, was das soll. Hoffentlich hat Softwareload keine 0900-Telefonnummer. Nein, super, eine kostenlose 0800er – ist ja fast so toll wie ein Softwareload Gutschein…

“Hallo, Softwareload, mein Name ist XXX, wie kann ich Ihnen helfen?” Warum schreib ich dieses Zitat von meinem Gesprächspartner hier rein? Ganz einfach, das war die kompetenteste Aussage, die ich innerhalb der nächsten 15 Minuten bekommen habe. Um es kurz zu machen: Man kann mir nicht sagen, wie lange es dauert, bis ich mein Geld wieder habe, ob ich es wirklich wieder bekommen werde oder ob es Probleme geben wird. Ich soll es aber auf keinen Fall einfach zurückbuchen, denn dann kann es sein, dass ich eine Mahnung bekomme und die Software gesperrt wird und und und. Mal ganz davon abgesehen, dass es ewig dauerte, bis ich ihm überhaupt den Verwendungszweck der Buchung sagen konnte (damit Softwareload die entsprechende Buchung überhaupt finden kann), war der Herr am anderen Ende der Leitung zwar sehr freundlich, aber Eines wurde auch extrem klar: Softwareload schult seine Mitarbeiter extremst mies. Und der Informationsfluss innerhalb des Unternehmens ist noch schlechter. Und das System von Softwareload ist extremst langsam und anscheinend auch unausgereift, ich hab ja gehört, wie oft er weiterklicken musste. Es war einfach nur grausam und die Details erspare ich hier lieber allen.

Unterm Strich schaut es für mich nun so aus, dass ich eine Software theoretisch sehr günstig bekommen hab, in der Praxis aber den normalen Preis bezahlt hab. Trotz Superdupermegasonderpreis und Gutschein. Ob und wann ich mein Geld wiederbekomme – das steht in den Sternen. Würde ich eine Rückbuchung machen – und hätte mein Geld dann sofort wieder aufm Konto – ist es sehr wahrscheinlich, dass es sofort an den Hersteller gemeldet werden würde und meine Buchhaltungs- und Bankingsoftware gesperrt wird. Zusätzlich würde es ein Mahnverfahren geben. Also viel, viel Ärger.

Softwareload mit Gutschein hört sich erstmal toll an. Wäre es auch – wenn das Bezahlverfahren richtig funktionieren würde (kleiner Tipp: bei Sofortüberweisung.de gehts ganz einfach) und wenn die Telefonhotline nicht einfach nur billige Gesprächsannehmer wären, sondern wirklich eine kompetente Hotline. Meinen nächsten Einkauf bei Softwareload werde ich mir auf jeden Fall 2mal überlegen (und wenn, dann sofort mit Paypal bezahlen). Und ob es überhaupt noch einen gibt – das schreib ich dann, im hoffentlich deutlich kürzeren, 2ten Teil.

27. Januar 2011 von Andreas
Kategorien: Allgemein, Einkaufen, internet | Schlagwörter: , , | 1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Hi WorldBlogger, hatte ich auch erst gehabt, das war aber im November letzten Jahres, dann ist es besser gewesen, musste nur zweimal auf die Buttons drücken. Aber interessant, wie sich so sShops entwickeln.

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